Ein dezenter Auftritt geht anders.
Obwohl wir die 16“ Räder erstmal wegen der Originalität ausgetauscht haben, kommt der Admiral immer noch so dick rüber, wie es dem Flaggschiff der Rüsselsheimer gebührt.
Doppelt so breit wie ein Chevy Matiz und dreimal so lang wie ein Smart, wirkt der Opel im alltäglichen Straßenbild so deplatziert wie Johannes B. Kerner im 20 Flight Rock auf St. Pauli. Auch wenn der Reihensechszylinder mit seinen 129 PS aus knapp 2,8 Litern Hubraum nicht ganz das hält, was der Auftritt verspricht, ist der Wagen nicht untermotorisiert und eignet sich, dank der durchgehenden Sitzbank und Lenkradschaltung, hervorragend zum Cruisen und für längere Ausfahrten.
Unser Wagen wurde 1977 zum ersten Mal in Belgien zugelassen, laut original Kaufbeleg mit Sonderzubehör Feuerlöscher, Radio und Verbandskasten/Warndreieck auf Kosten des Hauses. Im Laufe der Jahre einmal im original Farbton nachlackiert, soweit wir das sehen, aber ohne Reparaturschweißungen kommt der Opel solide und schick ums Eck. Der Unterboden präsentiert sich mit dünnem UBS, Falzen und Nähte sind sehr ordentlich. Das Lackbild ist keine eins, aber ok. Technisch/mechanisch alles im grünen Bereich, innen TipTop.
Mann/Frau bekommt hier einen korrekten Cruiser im US Format zum Einsteigen und Losfahren ohne böse Überraschungen, der bei artgerechter Haltung nicht zur Baustelle mutiert.