Wenn wir bislang an Schweden dachten, hatten wir Elche, Ikea und vielleicht Astid Lindgren im Kopf.
Vielleicht waren da auch noch langbeinige Blondinen, welche wir allerdings vergebens gesucht haben. Nix!
Dann kam uns der Gedanke, das unser schönes Automobil vielleicht seinen Namen -Amazone- von genau diesen seltenen Wesen bekommen hat. Wer weiss das schon…

Angekommen per Flug-Bahn sollten wir in Mittelschweden eines dieser Exemplare mit 4 Türen in Empfang nehmen. Viel wußten wir nicht darüber, jedoch reichte uns, was wir zu sehen bekamen.
Ein wirklich schönes, originales Exemplar in hellblau mit korrekter Karosserie, patiniertem aber sehr gut erhaltenem Interieur und gutem Chrom.
Das Fahrzeug stammt aus einer Familie. Der Opa hat`s an seinen Sohn verkauft, der wiederum an Seinen. Den Zustand verdankt es sicher der guten Pflege und der relativ nördlichen Heimat.
Wir sind nach kurzem rundum-Check circa 2 tausend Kilometer, bei nicht mehr als einhundert km/h durchs Land gefahren. Ohne Probleme.
Der Motor ist ausgesprochen leise, Starkregen haben wir trocken überstanden (auch unser Gepäck). Alles funktioniert tadellos.

Letztlich mussten wir leider feststellen, dass zumindest die junge schwedische Generation für solch wertvolles Kulturgut keinerlei Interesse zeigt. Angesagt sind nur V8 im US-Blechkleid mit möglichst viel Rost, vorne tief, hinten hoch und sidepipes im Format eines 110er HT-Rohres. Lustig war`s dennoch.